Weiterdenken statt überformen.

Nenzing | 2019-2020

Der Umbau respektiert die Substanz und den Charakter des bestehenden Hauses aus den 1950er-Jahren. Statt Kontraste zu suchen, wird der Bestand behutsam weiterentwickelt – präzise, zurückhaltend und mit klarem architektonischem Anspruch. Neue Großzügigkeit entsteht nicht durch Fläche, sondern durch Offenheit, Licht und Proportion.

Gezielte Durchbrüche erweitern die Räume und schaffen neue Blickbeziehungen. Die bestehende Struktur wird nicht überformt, sondern konsequent weitergedacht. So entstehen zusammenhängende Wohnbereiche mit klarer räumlicher Ordnung und hoher Selbstverständlichkeit.

Die Küche wird als verbindendes Möbel verstanden – nicht als separater Raum, sondern als zentrales Element zwischen Wohnen, Essen und Alltag. Reduktion und Funktionalität stehen im Vordergrund. Auch das Bad wird erneuert und zeitgemäß interpretiert, ohne den Geist des Hauses zu verlieren. Materialwahl und Detaillierung bleiben bewusst zurückhaltend.

Der Terrassenanbau ergänzt das Haus in schlichter Linearität. Klare Linien, verzinkte Bauteile und eine präzise Konstruktion definieren den neuen Außenraum. Der Wohnraum setzt sich nach draußen fort, Innen- und Außenraum treten in einen ruhigen Dialog. Gleichzeitig schafft die Architektur bewusst Zurückhaltung und lässt Raum für Kunst, persönliche Objekte und individuelle Akzente.

Typ: Umbau / Bestandssanierung
Nutzung: Wohnen
Jahr: 2020
Leistung: Entwurf / Planung / Umbau
Bestand: Wohnhaus aus den 1950er-Jahren
Besonderheiten: Gezielte Durchbrüche / neue Blickbeziehungen / Terrassenanbau
Materialität: Reduziert / verzinkte Bauteile / zurückhaltende Details
Architekturkonzept: Sensible Weiterentwicklung des Bestands
Status: Realisiert / abgeschlossen