Architektur wie ein Lebewesen

Düns | 2017

Am Waldrand entsteht ein Neubau, der nicht aufgesetzt wirkt, sondern sich aus der Topografie entwickelt. Der abstrakte Baukörper erinnert in seiner Erscheinung an ein Tier – amorph, ruhig und schuppenartig. Zwischen Landschaft und Architektur entsteht keine harte Grenze, sondern ein fließender Übergang.

Der Baukörper passt sich dem Gelände an. Der Grundriss folgt der Topografie, während die Treppenführung die Ebenen zu einem fließenden Raumkontinuum verbindet. Es gibt kein klassisches Geschossdenken. Stattdessen entstehen Abstufungen – räumlich, atmosphärisch und funktional. Mit jeder Niveauveränderung werden die Räume intimer, ruhiger und geschützter.

Innenräume werden nicht addiert, sondern entwickelt. Arbeiten, Wohnen und Rückzug gehen ineinander über – offen, aber klar strukturiert. Die Architektur wird als Ganzes wahrgenommen, nicht als Abfolge einzelner Räume.

Die schuppenartige Hülle verstärkt den organischen Charakter des Hauses. Sie reagiert auf Licht, Blick und Umgebung und lässt das Gebäude selbstverständlich Teil des Waldrandes werden. Baukörper, Gelände, Raum und Nutzung werden als zusammenhängendes System verstanden. Der Neubau versteht sich nicht als Objekt, sondern als räumliche Landschaft – ruhig, eigenständig und selbstverständlich.

Typ: Neubau
Ort: Düne
Nutzung: Arbeiten / Wohnen / Rückzug
Leistung: Entwurf / Planung
Architektur: Topografisch entwickelter Baukörper
Raumkonzept: Raumkontinuum statt klassischer Geschosse
Fassade: gestülpte Holzfassade
Status: Konzept